Wissenschaftsrat

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Gesundheits(fach)berufe

Im Juli 2019 hat der Wissenschaftsrat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die den Auftrag hat, den Umsetzungsstand der Empfehlungen von 2012 zu analysieren und darauf aufbauend Empfehlungen zur weiteren Entwicklung der Gesundheits(fach)berufe zu erarbeiten.


HQG Logo


Im Vorfeld ihrer Beratungen wird die HQGplus Studie zu Hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitssystem – Update durchgeführt. Ziel dieser Studie ist es, erstmals für die Pflege-, Therapie- (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie/Sprachtherapie) und Hebammenwissenschaft einen systematischen Überblick über Studienangebote, Studierenden- und Absolvent*innenzahlen, Forschung und wissenschaftliche Karrierewege sowie Tätigkeitsfelder für hochschulisch qualifiziertes Gesundheitsfachpersonal zu schaffen. Die Studie setzt sich zusammen aus einer Befragung der Hochschulen mit gesundheitsbezogenen Studienangeboten sowie einer Befragung der Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) führt diese Befragungen im Auftrag des Wissenschaftsrats durch. Gefördert wird die Studie von der Robert Bosch Stiftung, der Heinz Nixdorf Stiftung und der Else Kröner-Fresenius-Stiftung.  

Am 4. Mai 2020 startete die Hochschulbefragung der HQGplus-Studie. Hierzu wurden vorab 150 Hochschulen mit gesundheitsbezogenen Studienangeboten angeschrieben und um ihre Teilnahme gebeten. Erhoben werden schwerpunktmäßig Informationen zu Studiengängen, die primär für patienten- bzw. klientennahe Aufgaben qualifizieren. Darunter sind Verantwortlichkeiten und unmittelbare Tätigkeiten an Patienten bzw. Klienten zu verstehen, die darauf abzielen, Gesundheit zu fördern und zu erhalten sowie Krankheiten oder gesundheitliche Beeinträchtigungen und Störungen zu verhüten, zu erkennen, zu heilen oder zu lindern. Nicht erfasst werden sollen Studienangebote, die überwiegend lehrerbildende, ökonomische bzw. managementorientierte oder technische Qualifikationsziele verfolgen.

Im Einzelnen umfasst die Hochschulbefragung Fragen zu folgenden Aspekten des bestehenden Studienangebots in der Pflege-, Therapie- (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie/Sprachtherapie [mit Teil- oder Vollzulassung nach § 124 SGB V]) und Hebammenwissenschaft:

  • Studienformate
  • Studienentgelte
  • Studierenden - und Absolvent*innenzahlen
  • Verbleib der Absolvent*innen
  • Interprofessionalität
  • Praxiskoordination und -begleitung.

Zudem sollen konkret geplante Studiengänge in der Pflege-, Therapie- und Hebammenwissenschaft sowie weitere Studienangebote im Bereich der gesetzlich geregelten Gesundheitsfachberufe (z. B. Diätassistent*in, Medizinisch-technische*r Assistent*in, Orthoptist*in) oder neuen Handlungsfeldern (z. B. Physician Assistant) erfasst werden.

Mit Blick auf das angegebene Studienangebot in der Pflege-, Therapie- (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie/Sprachtherapie) und Hebammenwissenschaft werden darüber hinaus folgende Informationen erhoben:

  • Forschungsstrategie
  • Interne Forschungsförderung und Fördervolumina
  • Eingenommene Drittmittel und externe Förderlinien
  • Kooperationen und Vernetzung in der Forschung
  • Maßnahmen der Nachwuchsförderung.

Die Befragung soll bis August 2020 abgeschlossen sein.

Die Befragung der Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland begann um einen Monat zeitversetzt zur Hochschulbefragung am 2. Juni 2020. Für die Studienteilnahme wurden die Praxiseinrichtungen unabhängig von den Hochschulen angefragt. Im Format einer Online-Umfrage sollen Erkenntnisse zur Berufsfeldpraxis des hochschulisch qualifizierten Gesundheitsfachpersonals gewonnen werden. Im Zentrum stehen Fragen zu bestehenden und geplanten Einsatzfeldern des hochschulisch qualifizierten Gesundheitsfachpersonals sowie zu den Faktoren, die deren Anwerbung, Beschäftigung und Integration begünstigen bzw. erschweren. Die Befragung soll bis September 2020 abgeschlossen sein.

Zeitplan der HQGplus-Studie Quelle: Wissenschaftsrat

Die Ergebnisse der Studie HQGplus werden eine wichtige Basis für die Beratungen der Arbeitsgruppe des Wissenschaftsrats darstellen und sollen zeitgleich mit den Empfehlungen des Wissenschaftsrats in einem eigenständigen Bericht im Januar 2022 veröffentlicht werden.

In der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats stehen Ihnen als Kontaktpersonen zur Verfügung:

Dr. Beatrix Schwörer
Tel. +49 221-3776-266
schwoerer@wissenschaftsrat.de

Dr. Elke Lütkemeier
Tel. +49 221-3776-125
luetkemeier@wissenschaftsrat.de